Vortrag von Prof. Dr. Dr. Andrea Bréard, Vizepräsidentin und Lehrstuhlinhaberin für Sinologie mit dem Schwerpunkt Geistes- und Kulturgeschichte Chinas (Alexander von Humboldt-Professur) der FAU Erlangen-Nürnberg
In China hat sich die Mathematik (shuxue 數學, wörtlich: die Lehre von den Zahlen) bis ins 19. Jahrhundert fast unabhängig von anderen wissenschaftlichen Traditionen entwickelt. Dabei wird der chinesischen Mathematik oft vorgeworfen, intuitiv, ohne Beweisidee und andere theoretische Konzepte vorgegangen zu sein. Dieser Vortrag zeigt anhand einiger konkreter Beispiele von der Antike bis ins frühe 20. Jahrhundert, dass, auch wenn es keine Theorie der Zahlen in China gegeben hat, theoretische Aspekte durchaus eine wichtige Rolle in den in natürlicher Sprache formulierten Algorithmen spielten. Diese entsprechen nur nicht unserer normierten Vision davon, was Mathematik ist und was sie soll.
Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg
Kuppelsaal
Am Plärrer 41
90429 Nürnberg
Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg, Fachteam Planetarium
Einschreibung Reihe 45/30 € (6 Vorträge),
Einzelkarte vor Ort je 10/6,50 €
ART & Friedrich e.V.
Verein zur Förderung von Kunst, Theater und Wissenschaft
Astronomische Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e.V.
Fachgruppe Mathematik
Regiomontanusweg 1
90491 Nürnberg
Ausführliches Programm der Vortragsreihe hier